Guten Morgen meine Lieben,

 

vor einiger Zeit habe ich, gemeinsam mit Freunden, einen Ausflug unternommen der so tierisch gut war, dass ich ihn euch nicht vorenthalten möchte und darum gerne hier mit euch teile. 


Vielleicht gibt es unter euch den Einen oder die Andere, der/die meine Alpakaliebe teilt und durch meine Zeilen mehr erfährt über den Ablauf, den Ort und die Erfahrung, von der ich noch lange danach gezehrt habe:

 

 

 

Es war ein Sonntagmorgen an dem wir uns vor dem Alpakahof Neuenhagen (unbezahlte Werbung weil echtes Erlebnis) in Brandenburg eingefunden hatten. Viel früher als sonst waren wir unterwegs um möglichst ungestört bei den uns noch unbekannten Tieren sein zu können. Noch keiner von uns hatte jemals ein Alpaka „Live und Farbe“ erlebt, daher hatten wir nicht wirklich eine Vorstellung was uns hinter dem Hoftor erwarten würde.
Wir öffneten das Tor und alles wirkte allein durch das Wetter total mystisch und verlassen. Es war nebelig und der Himmel war grau und wolkenbehangen als wir unseren Weg zu einem weiteren Holztor aufnahmen.

Sehr herzlich und gekleidet in Wolle und Gummistiefel begrüsste die Besitzerin uns als Gruppe und hieß und Herzlich Willkommen auf dem Neuenhagener Alpakahof.

Es dauerte nicht lange und die ersten Tiere tauchten am Horizont auf. Schon alleine der Anblick aus weiter Ferne zauberte jedem einzelnen Besucher ein Lächeln ins Gesicht. Man konnte die Vorfreude förmlich spüren.
Mit Karotten in den Jackentaschen (vorher wurde kommuniziert, dass man Mohrrüben zum Verfüttern mitbringen dürfe) machten wir uns alle daran, den ersten Tieren möglichst nah zu kommen – anfänglich ohne großen Erfolg.

Trotz großer Freude im Vorfeld, packte mich die ersten Sekunden der Respekt vor den Tieren. Aber dieses Gefühl verflog genauso schnell wie es gekommen war, denn die Halterin der Tiere war wirklich sehr freundlich und versuchte auf jeden Besucher einzugehen und wirklich alle gestellten Fragen geduldig zu beantworten.

So erfuhr ich unter anderem dass ein Verkäufer für ein Alpaka einen Startpreis von 2000 Euro aufrufen kann und jeder Halter mindestens zwei dieser Tiere zusammen halten muss, damit sie zurecht kommen.

 

 

Zu Beginn unseres Besuches fütterten wir lediglich die weiblichen Alpakas auf einem eingezäunten kleinen Gelände, erst später wurden die großen Tore zum zweiten Auslaufgebiet geöffnet und damit alle Tiere zusammengeführt.

Ein Aspekt der mir besonders gefallen hat war die Tatsache, dass man nicht gezwungen wurde bei der Besuchergruppe zu bleiben. Wir alle hatten die Möglichkeit uns frei auf dem Gelände zu bewegen und den Tieren auf unsere Art und Weise nah zu kommen.
An dieser Stelle sei gesagt, dass Alpakas nicht so leicht zu fassen sind, was mich als ungeduldige Person herausgefordert hat.
Gefühlt eine Ewigkeit bin ich um die Tiere geschlichen und habe mich versucht möglichst geräuscharm auf sie zu zu bewegen.
Da hatten andere Besucher deutlich mehr Glück. Am Ende wurde ich jedoch auch noch belohnt und umarmte eines dieser Tiere herzlich.

Auf dem Alpakahof Neuenhagen darf man sich zeitlich unbegrenzt aufhalten, es gibt also keine Regelung die besagt wie viel Zeit man mit den Tieren verbringen darf. Besitzerin des Hofes erzählte davon, dass im Sommer viele Menschen mit Picknickkörben vorbeikommen und sich bei den Alpakas für eine Mahlzeit niederlassen.
Mir gefiel die Vorstellung sehr, jedoch hatten wir für ähnliche Aktivitäten einfach die falsche Jahreszeit ausgewählt. Aber so hat man wenigstens einen Grund um wiederzukommen!

Am Ende bezahlt man seinen Aufenthalt nach eigenem Ermessen. Man gibt das man hat und unterstützt somit die Halter der Alpakas auf diesem Hof. Wer nach dem Besuch und gefühlt tausenden von Bildern noch nicht genug kriegt, hat die Möglichkeit am Ende Souvenirs zu kaufen. Beispielsweise kleine Alpakafiguren oder von Hand gestrickte Socken aus Alpakawolle sind direkt auf dem Hofgelände erhältlich.

Ich erinnere mich noch genau, wie unsere Ausflugsgruppe mit einem breiten Grinsen im Gesicht den Hof verließ um gemeinsam Zuhause für ein ausgiebiges Frühstück einzukehren. An diesem Sonntag gab es neben Teigwaren, Ei und Aufschnitt nur ein Gesprächsthema: Die Alpakas. Natürlich!

Ich hoffe mein Beitrag hat euch gefallen und ihr habt ein wenig Lust bekommen selbst mal Alpakas zu besuchen. 

Eure Mac Fineline 

 

 

 

Fotos by Mr.Blickfang